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Almost Famous (2000)Zu Almost Famous (2000)

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It’s All Happening: Warum Almost Famous ein Film ist, den wir nie vergessen

Mein Lieblingsfilm spielt in einer Zeit, von der ich noch nie wirklich etwas erlebt habe, außer in Erzählungen und natürlich in Filmen.

Ich liebe es, wenn ein Film vor positiver Energie strotzt und diese “Ja zu allem”-Ausstrahlung hat, und bei keinem Film ist meine Einstellung zum Leben mehr gewachsen.

Cameron Crowe hat damals den Oscar für das beste Originaldrehbuch bekommen. Dabei hat er quasi einfach sein Tagebuch verfilmt. Wenn sich Leute wundern, warum alles so detailliert ist und sich so lebendig und realistisch anfühlt, liegt es daran, dass es seine Geschichte ist.

Seine Geschichte spielt in den 70ern und handelt von William, der durch seine Schwester die Leidenschaft für Rock-’n’-Roll-Musik entdeckt. Dann beginnt die unglaubliche Coming-of-Age-Story: der Roadtrip mit der Rockband Stillwater. Mehr möchte ich gar nicht sagen, da viele aus meiner Generation den Film gar nicht kennen.

Laut Film erleben wir den Tod des Rock ’n’ Roll. Wie man diese Aussage wahrnimmt, kann jeder für sich entscheiden, aber wie der Film die Kommerzialisierung des Rock ’n’ Roll zeigt, ist seiner Zeit voraus. Es ist nicht mehr so rebellisch, Bands werden zu Produkten. Das sehen wir auch auf der Reise, auf der Stillwater immer mehr mit dem Kommerz zu tun bekommt. Sie brauchen T-Shirts, mehr Plattenverkäufe, mehr Konzerte. Wir sehen ihren Weg zum großen Erfolg und wie sich die Band und auch die Leute drumherum dabei verlieren und ihre Freundschaft daran zerbricht.

Diese extreme Kommerzialisierung lässt sich auch einfach auf das Medium Film übertragen: Qualität und die Liebe zum Film sind verloren gegangen. Bei heutigen Franchise-Filmen frage ich mich deshalb immer häufiger, wie viel Regisseur eigentlich noch im Film steckt und wie viel davon nur noch Produkt ist.

Bei Almost Famous spürst du, dass es eine wahre Geschichte ist. Alles fühlt sich realistisch an. Dazu kommen so faszinierende Charaktere: Du hast mit Frances McDormand und Philip Seymour Hoffman zwei unglaubliche Charakterdarsteller. Sie helfen unserem Charakter William, sich auf die ganz andere Welt vorzubereiten, und könnten dabei unterschiedlicher kaum sein, aber all das passt perfekt.

Wann kommt es vor, dass zwei Schauspieler gleichzeitig die Performance ihres Lebens abgeben? Falls es das schon mal gab, passiert es hier mit Kate Hudson und Billy Crudup, die beide wie echte Stars der 70er wirken. Penny Lane ist einer der besten weiblichen Charaktere, die ich je gesehen habe, weil sie so frei ist und von der Branche verschlungen wird, bis sie ausgepumpt werden muss. Und Billy Crudup bleibt für immer unvergessen als Rockstar.

Genauso wie der Soundtrack, der bei mir ständig hoch und runter läuft. Mit Elton Johns “Tiny Dancer” erreicht er seinen Höhepunkt, in einer meiner Lieblingsszenen aller Zeiten.

Es ist ein Film für die Ewigkeit, der nicht ohne Grund Kultstatus hat, obwohl ich noch nie jemanden aus meinem Land gesehen habe, der über den Film spricht. In ihm steckt noch ganz viel Cameron Crowe, und genau deshalb wirkt er bis heute so besonders. Also, falls ihr ihn noch nicht gesehen habt: hier meine beste Empfehlung. Und falls ihr ihn gesehen habt, schaut ihn noch mal.

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